Dienstag, 19 Sep 2017
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Hypnose

Was ist Hypnose?

Man könnte es als einen Zustand zwischen Wachen und Schlafen bezeichnen, in dem das Alltagsbewusstsein ausgeblendet und der Focus zielgerichtet auf ein bestimmtes Thema gelenkt werden kann.

Dieser Zustand ist etwas Natürliches und geschieht, ohne dass uns dies bewusst ist, mehrmals am Tag. Natürliche Trancezustände sind z.B. wenn wir die gewohnte Strecke nach Hause fahren, dabei gedanklich abtauchen und dann zu Hause registrieren “Hoppla, ich bin ja schon da”. Oder der Künstler, der in seiner kreativen Arbeit so vertieft ist, dass er über viele Stunden kein Zeit-gefühl hat und weder Hunger, noch Durst verspürt. Es entsteht eine subjektive Veränderung des Zeit und Körpergefühls sowie ein Gefühl innerer Gelöstheit, was sich andere Kulturkreise und Religionsgemeinschaften zunutze gemacht haben. Jeder von uns kennt solche oder ähnliche Phänomene.

Im Trancezustand gesetzte Suggestionen sind besonders wirksam. Es entspricht aber nicht der Wahrheit, dass ein Mensch im Trancezustand zu einer willenlosen Marionette mutiert. Diese Vorurteile konnten durch viele wissenschaftliche Untersuchungen dementiert werden - unter anderem durch Milton Erickson. Diese Aussagen, die sich hartnäckig halten, sind unseriös und gehören in den Bereich der Unterhaltung. Suggestionen die nicht dem eigenen Wertesystem entsprechen, werden ignoriert oder zurückgewiesen.

Der Trancezustand ist vielmehr eine natürliche Ressource, die Verhaltensbiologen als evolutionär wichtige Aufgabe in bedrohlichen Situationen erklären, bei denen beispielsweise ein Kampf/Fluchtreflex ausgelöst wird. Dabei kommt es zu einer Einengung der Aufmerksamkeit, alle unwichtigen Körperfunktionen arbeiten auf Sparflamme, Schmerzen werden nicht oder kaum wahrgenommen.

Daher bietet die Selbsthypnose unter der Geburt eine wunderbare Möglichkeit auf den Einsatz von Schmerzmitteln zu verzichten bzw. auf ein geringes Maß zu reduzieren. Die positiven Erfahrungen zeigen auch, dass die Geburtsdauer in der Regel deutlich verkürzt ist. Sehr gute Erfahrungen gibt es auch im Bereich der Suchterkrankungen zur Unterstützung einer Therapie wie z. B. bei der Raucherentwöhnung. Ein weiteres Gebiet ist der Einsatz der Hypnose nach dramatischen Erlebnissen.

Jede Frau kann durch Erlernen der Selbsthypnose in einen entspannten Schlaf/Wachzustand gelangen und den Geburtsschmerz lindern oder sogar ausschalten und die Geburtsdauer verkürzen.

Durch Suggestionen wird positives Denken erzielt und die Frau lernt die Schmerzwahrnehmung selbsttätig zu verändern.

Falls gewünscht, kann in Einzelsitzungen eine persönliche Tranceinduktion erarbeitet werden, die Ihnen als Audio-Datei im MP3 Format zur Mitnahme unter der Geburt zur Verfügung steht.
Die Eröffnungsperiode bei einer Erstgebärenden verkürzt sich  durch den besser entspannten Muttermund, der sich dadurch viel leichter und schneller öffnet. Die Gebärmutter ist besser durchblutet und ihr Kind optimal mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt.

Sie bekommen unter der Geburt alles mit und können  sich hinterher auch an alles erinnern. Gebärende machten sogar die Erfahrung, dass sie in diesem Zustand eine viel bessere Kontrolle über sich selbst hatten und auch die Zusammenarbeit mit der Hebamme im Endspurt besser und ruhiger (konzentrierter) verlief. Die ganze Geburt wird bewusster und positiver erlebt. Depressive Verstimmungen nach der Geburt treten seltener auf. Schon in der Schwangerschaft hilft Hypnose den Frauen sich entspannter und wohler zu fühlen sowie die typischen Schwangerschaftsbeschwerden zu lindern.

Meine Ausbildung habe ich bei Sven Frank (Leiter des ICHP Deutschland) in Mannheim gemacht.

Empfehlenswerte Bücher zu diesem Thema:

  • Liz Lorenz Wallacher „Schwangerschaft, Geburt und Hypnose“
  • Marie F. Mongan „Hypnobirthing“

Einzeltermine

Einzeltermine bitte telefonisch unter 08805/8999784 erfragen und dann hier anmelden.